Abschnitts-Atemschutzübung

Abschnitts-Atemschutzübung

Am 10. April 2026 stellte sich der Abschnitt Admont einer anspruchsvollen Atemschutzübung bei der Firma Johann Reinalter KG. Ziel der groß angelegten Übung war es, unter möglichst realitätsnahen Bedingungen die Zusammenarbeit mehrerer Feuerwehren zu trainieren und insbesondere die Menschenrettung sowie die Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz zu festigen.

Ausgangslage

Ausgangspunkt der Übung war ein Unfall bei Schweißarbeiten, der zu einer Explosion und einem daraus resultierenden Brand in der Werkstätte führte. Rasch kam es zu einer starke Rauchentwicklung, die sowohl die Werkstatt als auch die Büroräumlichkeiten im Obergeschoss betraf. Insgesamt galten elf Personen als vermisst – eine enorme Herausforderung für die eingesetzten Atemschutztrupps.

Zusätzlich erschwert wurde die Lage durch zahlreiche Gefahrenstoffe wie Acetylen, Propan und Sauerstoff sowie gelagerte Lithium-Akkus und Photovoltaikanlagen am Gelände.

Koordinierter Einsatz vieler Feuerwehren

Unter der Einsatzleitung von BM Julian Butter arbeiteten mehrere Feuerwehren eng zusammen. Atemschutztrupps der Feuerwehren Admont, Hall, Ardning, Frauenberg und Johnsbach standen im Einsatz. Fiktiv wurden zusätzlich die Feuerwehren Selzthal und St. Gallen mit Reservetrupps nachalarmiert, um die Einsatzlage weiter zu verstärken.

Die Einrichtung und Betreuung des Atemschutzsammelplatzes übernahm die FF Weng, während die Einsatzleitung durch den Abschnittsführungsstab (AFÜST) unterstützt wurde.

Fokus auf Menschenrettung und Gefahrenabwehr

Im Mittelpunkt der Übung standen zwei zentrale Aufgaben:

  • Menschenrettung aus stark verrauchten Bereichen
  • Brandbekämpfung und Kühlung gefährlicher Stoffe, insbesondere im Bereich des Gaslagers

Die eingesetzten Trupps arbeiteten unter erschwerten Sicht- und Sicherheitsbedingungen und mussten dabei präzise und koordiniert vorgehen. Besonders die Kühlung der gelagerten Gefahrstoffe stellte eine entscheidende taktische Maßnahme dar, um eine weitere Eskalation zu verhindern.

Nach rund zwei Stunden wurde die Übung erfolgreich beendet und es fand noch eine gemeinsame Begehung des Firmengeländes statt.

Die Übungsnachbesprechung fand im Rüsthaus Admont statt. Im Beisein von Bürgermeister Christian Haider sowie der Familie Reinalter wurde die hohe Professionalität und das engagierte Zusammenwirken aller beteiligten Einsatzkräfte besonders hervorgehoben.

Ein besonderer Dank gilt der Familie Reinalter für die Möglichkeit, das Objekt für diese realitätsnahe Übung zur Verfügung zu stellen, sowie für die Übernahme der Kosten für die Getränke der Teilnehmer.

Übung ausgearbeitet von: HBI Heinz Peter Fixl & OLM Katharina Kleewein
Bericht:
BM Julian Butter
Bilder: OLM Katharina Kleewein, FF Lena Ruschitzka

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